Tattoos auf einer Körperseite, also über die Rippen oder auf der Hüfte, sind sehr beliebt, es gibt dabei jedoch einiges zu bedenken. Die Rippen sind besonders schmerzempfindliche Bereiche für ein Tattoo, da direkt auf dem Knochen gestochen wird und kaum Fettgewebe polstert. Größere Motive auf den Rippen sollten also gut durchdacht sein, am besten beginnt man mit einem kleineren Motiv oder Muster, dass sich erweitern lässt, wenn der Schmerz sich als erträglich herausstellt.

Auf der Hüfte wiederum gibt es gut gepolsterte Stellen, aber auch den Hüftknochen. Je nach Motivwunsch kann man diesen aber gut umgehen. Bei Tattoos auf den Hüften sollten Frauen bedenken, dass eine eventuelle zukünftige Schwangerschaft zu Dehnungsstreifen und Rissen im Tattoo führen kann. Auch bei schnellen Gewichtszunahmen und -abnahmen kann sich das Motiv in seiner Form verändern.

Tätowierte SeiteRippen-TattooTattoo auf HüfteSeite mit Tattoo

Tattoos auf Rippen oder Hüften sind im Alltag meist bedeckt, daher sind diese Körperstellen perfekt geeignet für Berufsgruppen, die keine sichtbaren Tattoos haben sollten. Nach dem Stechen lassen sie sich damit auch problemlos für 6-8 Wochen vor der Sonne schützen. Bei Tattoos auf der Hüfte sollte aber bedacht werden, dass der Hosenbund auf dem frischen Tattoo empfindlich drücken und reiben kann. Um diese Schmerzen zu vermeiden, sollte am besten zu einer Zeit gestochen werden, in der die ersten Tage lockere Kleidung getragen werden kann. Generell wird die Körperseite mehr beansprucht als andere Stellen, so dass man öfter an das frische Tattoo stoßen oder mit dem Arm anschlagen wird. Viele Sportarten bergen dafür ein höheres Risiko und sollten bei großflächigen Tattoos für die ersten 1-2 Wochen vermieden werden.

Tipps und Ideen für passende Tattoos auf den Rippen / der Hüfte

Die Körperseiten eignen sich durch ihre großen Flächen sehr gut für umfangreiche Bilder und Motive. Naturmotive, großflächige Muster oder Blumen finden darauf Platz. Aber auch größere Texte wie Gedichte oder Songtexte können sich sehr schön über die Rippenbögen ziehen. Portraits sollten nicht unbedingt auf den Rippen gestochen werden, da die Wölbungen der Knochen das Gesicht verzerren können. Wer jedoch im Motiv eine bestimmte Stelle durch einen natürlichen 3D Effekt etwas hervorheben möchte, kann sich dafür sehr gut den Hüftknochen zu Nutze machen.

Motive, Stellen und Stile für den Mann:

Männer lassen sich über die Körperseite gerne Tiere stechen, besonders schön sind zum Beipiel Drachen, Wölfe oder große Vögel. Sehr gut eignet sich die Seite aber auch für chinesischen Schriftzeichen, die ja von oben nach unten geschrieben werden. Auch Tribals oder Maori-Motive machen sich sehr gut über Rippen und Hüfte. Ebenfalls sehr beliebt sind biomechanische Tattoos, die so aussehen, als könnte man durch die Rippen ins Körperinnere blicken, welches aus mechanischen Teilen besteht. Ein naturverbundenes Tattoo für Männer ist zum Beispiel ein mächtiger Baum, dessen Wurzeln auf der Hüfte beginnen und dessen Zweige bis zur Brust hinauf wachsen. Wenn etwa auf dem Arm schon ein Tattoo besteht, kann ein dazu passendes Motiv oder eine Fortsetzung davon auf den Rippen toll aussehen.

Ideen für Tattoos für die Frau

Frauen nutzen die Rippen gern für filigrane Muster, welche die weibliche Figur betonen. Oder sie lassen sich zart geschriebene Lieblingstexte stechen. Dabei ist jedoch wichtig, dass der Text in einer schmeichelhaften Form über den Körper “fließt” und die weiblichen Rundungen betonen, statt sie zu verzerren. Auch feine Blüten machen sich sehr schön komplett über eine Körperseite. Ein Tipp: Tattoos, welche auf der Hüfte beginnen und sich in Farbe und Motiven auf Rippen und Oberarm wiederholen, wirken auch mit Unterbrechungen wie ein zusammengehöriges Motiv. Frauen können bei Tattoos auf der Hüfte sehr gut wählen, ob sie es zeigen möchten oder nicht. Sitzt das Motiv an der richtigen Stelle, kann es mit Hüfthosen gezeigt und mit Highwaist-Hosen versteckt werden.

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